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07.08.2010, 19:07 Uhr | BBV
Mängel in beiden Richtungen am Radweg/Mehrzweckstreifen der Dinxperloer Straße L602 in Holtwick
zwischen Ausbauende auf der Höhe Edeka-Markt und dem Kreisverkehr
Der CDU Ortsverband Bocholt-Nordwest bemängelt schon seit langem den mittlerweile erbärmlichen Zustand des Mehrzweckstreifens am o.g. Teilstück der Dinxperloer Straße. Er befindet sich in diesem Bereich rechts bzw. links neben der durch Begrenzungssteine realisierten Fahrbahneinfassung und ist als Pflasterweg ebenerdig ausgeführt, d.h., er befindet sich mit der Fahrbahn auf gleicher Höhe. Somit wird dieser auch gerne von langsam fahrendem, landwirtschaftlichen Verkehr auch hoher Tonnage genutzt.
Die insbesondere an den Übergangsstellen zwischen Mehrzweckstreifen und Fahrbahnbegrenzungsstein unvermittelt auftretenden Senkungen des Pflasterbelages sind für Fahrradfahrer heimtückisch und können zu schweren Unfällen durch plötzliches Umstürzen auf die Fahrbahn führen.
Da gerade dieses Teilstück der Dinxperloer Straße von vielen Kindern aus den Ortsteilen Spork und Holtwick, die eine weiterführende Schule besuchen, mit dem Fahrrad benutzt werden, ist eine extreme Häufigkeit der Gefährdungsexposition gegeben, zumal die Straße durch den Lkw-Verkehr aus dem Gewerbegebiet Holtwick und aus den Niederlanden gleichzeitig als Transitstrecke zum Westring (Tunnel) genutzt wird.
Ein Belassen der Schäden erscheint uns angesichts der Gefährdungslage aus unserer Sicht unverantwortlich.

Die Gründung des Mehrzweckstreifens wurde zum Zeitpunkt der Herstellung/Erneuerung der Dinxperloer Straße in den 1960er Jahren nicht für die Benutzung von Fahrzeugen mit den heute üblichen Tonnagen ausgelegt - Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, damals häufig noch Pferdefuhrwerke, waren zu dieser Zeit deutlich leichter.
Lediglich der Hauptstraßenbelag besitzt den für das Befahren mit schweren Fahrzeugen erforderlichen Unterbau.

Obwohl die Zuständigkeit für diesen Abschnitt beim Land NRW liegt, wurden die Schäden in der Vergangenheit auch durch das Tiefbauamt der Stadt Bocholt recht schnell und unbürokratisch oberflächlich beseitigt. Jedoch war der Effekt bedingt durch die mangelnde Eignung des Unterbaues für die heutige Benutzung nur von kurzer Dauer.

Aus Sicht des CDU Ortsverbandes VI gibt es 2 Möglichkeiten, den Missstand zu beseitigen:

1. Beibehaltung der momentanen Nutzung des Mehrzweckstreifens als Fahrbahn für Radfahrer/Fußgänger und für Langsamverkehr ähnlich der Situation an der Hamalandstraße und Dinxperloer Straße Kreisverkehr Holtwick in Richtung Suderwick. In diesem Fall muss der komplette Mehrzweckstreifen aufgenommen und ein der Nutzung angemessener Unterbau und Oberflächenbelag eingebracht werden.
1. Bauliche Trennung des Mehrzweckstreifens von der Fahrbahn durch Höherlegung bzw. Absetzung des Mehrzweckstreifen von der Fahrbahn, so dass eine Benutzung
desselben durch Schwerlastverkehr nicht mehr möglich ist. Damit hätten Radfahrer und Fußgänger einen separaten Verkehrsweg. Die Anforderungen an den Unterbau sind daher geringer als bei Lösung Nr. 1

Mit diesem Thema hat sich im Januar dieses Jahres bereits der Bezirksausschuss Nordwest beschäftigt. Die Verwaltung hat damals zugesagt, sich nochmals mit der zuständigen Behörde, dem Landesstraßenbauamt NRW, zwecks Beseitigung der Mängel in Verbindung zu setzen.
Die Rückfrage beim Tiefbauamt im Mai hat ergeben, dass das Landesstraßenbauamt NRW den Randstreifen nicht als regulären Radweg ansieht. Hinter vorgehaltener Hand wurde dem Tiefbauamt gedroht, eher den kompletten Mehrzweckstreifen zurück zu bauen, als irgendwelche, über die fortlaufende Instandsetzung hinausgehenden Maßnahmen dort auszuführen. Radfahrer und Fußgänger müssten dann eben die Fahrbahn benutzen.

Das Gespräch des Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst mit dem Leiter von Straßen NRW, Herrn Griepenburg, in Coesfeld im August 2010 hat ergeben, dass eine schnelle Erneuerung des Radweges bzw. Mehrzweckstreifens wegen der momentanen Kassenlage wohl nicht in Aussicht gestellt werden kann. Er hat jedoch zugesagt, dass bei einer Erneuerung der Fahrbahn auch der Mehrzweckstreifen erneuert wird, was jedoch noch Jahre dauern kann.
Er hat zudem zugesagt, dass die Straßenwärter bei ihren Kontrollen dafür sorgen, dass es zu keinen allzu schlimmen Kanten zwischen Fahrbahnbegrenzungssteinen und Pflasterweg kommt.
Inzwischen wurden, wohl auch aus haftungsrechtlichen Gründen, Warnschilder angebracht, die auf unebenen Fahrbahnbelag hinweisen.
Dieses Thema brennt insbesondere den Bürgern im Ortsteil Holtwick auf den Nägeln. Einige, im Straßenbau tätige Mitbürger sind sogar an uns mit dem Angebot herangetreten,  sich an einer Instandsetzung nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat beteiligen zu wollen nach dem Motto:
"Wenn's die nicht machen wollen, dann machen wir es eben selbst."

aktualisiert von Bernd Tielkes, 05.03.2013, 21:57 Uhr

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